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Bin ja wirklich kein Fan dieser pompösen Operettenmetaller im allgemeinen. Zu schwülstig, zu aufgeblasen, zu viele Drachen und Ritter. Not my cup of tea.

Hingegen bin ich Akustikfan. Tja, und so kommts dann auch dazu, daß ich so ne Kapelle wie Sonata Arctica doch hören kann, ohne schreiend aus dem Raum zu rennen. Pluspunkte gibts auch dafür, sich in verwaschenem T-Shirt und Jeans auf die Bühne zu stellen. War halt eben sauber im Schrank:

Sonata Arctica – Replica

Ach…

…ich sag mal nix weil einfach nur ein schöner, kleiner Song. Naja, der Vogel könnte mal dringend zum Friseur…

Ganz nebenbei, ein großartiges Video, in dem Bild und Text perfekt zusammenwirken. Heutzutage alles andere als selbstverständlich.

Brett Dennen – Ain´t no reason

Welch Video! Fuckin´ Hoff-style!

Filmsoundtracks sind heutzutage eigentlich kaum mehr, als eine relativ willen- und sinnlose Aneinanderreihung einzelner Songs. Diese müssen noch nicht mal mehr zwingenderweise zu einzelnen Filmszenen passen. Ob ein Song auf einen Soundtrack kommt und Verwendung im Film findet, ist mehr eine Frage der Verhandlungen zwischen Platten- und Filmfirma als das damit ein künstlerischer Wert erzeugt werden soll. Hauptsache die Kasse stimmt für alle Seiten. Im Optimalfall wirft diese Crosspromotion ein Video mit Filmszenen ab, welches die Leute in den Film und/oder in den Plattenladen lockt. Schade, eigentlich.

Aber von jeder Regel gibts hin und wieder auch Ausnahmen. Eine solche ist der Soundtrack zum Film „Judgement Night“ aus dem Jahr 1993. Der Film selbst – ein recht mäßiger Actionthriller, mit Emilio Estevez und Cuba Gooding jr. noch mäßig prominent besetzt – floppte deutlich und verschwand schnell in den dunklen Weiten der Videotheken. Der Soundtrack hingegen schuf ein Genre und hob dieses aus einer kleinen Nische für eine Weile in die vordere Reihe der Musikszene. Er mischte erstmals harte Musik mit Hip-Hop, sieht man mal von dem doch sehr poppigen Meeting von Aerosmith und RunD.M.C ab. Crossover war geboren.

Und was für geniale Songs sind hier entstanden! Die Alko-Hip-Hopper von House of Pain zusammen mit Helmet! Die Nebelwerfer von Cypress Hill und Sonic Youth! Slayer und Ice-T! Living Colour und RunD.M.C.!

Ein legendärer Sampler, der in jede ambitionierte Plattensammlung gehört.

Hier meine zwei Favoriten:

Biohazard feat. Onyx – Judgement Night

 

Faith No More feat. Boo-Ya-Tribe – Another Body Murdered

Ein unglaubliche kleine Perle, dieser Song. Leider nur als Hintergrund zu einem dieser „Hochzeits-i-love-you“-Schwurbel-Videos verfügbar. Who cares…zuhören und genießen:

Jon Heintz – Rain

Nebenbei erwähnt, der Mann ist noch ohne Plattenvertrag…

Von vielen Dingen im Leben wird man immer nur träumen können. Du bist eingeladen auf eine Open-Air-Party am See mit Livemusik. Das Wetter ist gut, das Bier ist kalt und die Musik laut. Und es spielen Social Distortion.

Vor 20 Jahren gab es Menschen, die dies erleben durften. Und so sah das damals aus.

(„Hour of darkness“ vom Album „Mommys little monsters“)

 

Manche Dinge werden wohl immer Träume bleiben. So wie die junge, gut gebaute Nachbarin, die zum Duschen vorbeikommt weil ihr Bad defekt ist und so…

Alles Bio

Banane

Ich bin ehrlich ein wenig neidisch…

Es ist anzunehmen, das im Jahr 2007 mehr Gewalttaten unter Einfluss von Rihannas „Umbrella“ begangen wurden als jemals durch das Gesamtwerk von Cannibal Corpse. Im Radio, im Fernsehen, auf der Kaufhaustoilette aber vor allem millionenfach aus Handylautsprechern auf Fußwegen und in Bus&Bahn (für diese Gewalttaten fordere ich Amnestie) nölte sich dieses Lied ins Kleinhirn. Und hat dort sicherlich mitunter für bleibende Schäden gesorgt.

Es ist aber auch bekannt, dass, wenn mann ein wenig den Blickwinkel auf die Dinge verändert, diese plötzlich völlig anders erscheinen und Seiten offenbaren, die sich nicht sofort erschließen. So in diesem Fall. Kaum ist der Song klassich instrumentiert und das Tempo verändert und schwupps, fertig ist ein irgendwie anderer Song. Interpretiert von einem ehemaligen Teenistar, der mittlerweile erstaunliche Musik macht.

Wer bei Country sofort an „Truck Stop“ denkt, dem ist ohnehin nicht zu helfen, wenn er sich dadurch einer ganz besonderen Musikrichtung per se verschließt.

Die Dixie Chicks sind in unseren Breiten wohl vornehmlich dadurch bekannt geworden, das sie es doch glatt mal öffentlich wagten George W. zu kritisieren. So etwas sorgt im südlichen Teil der USA direkt für Wallungen, im mehrheitlich konservativen Countrygenre um so mehr. War alles dabei, von CD-Zerstörungen bis Morddrohungen. Dabei machen die Mädels doch nur Musik! Gute nochzudem.

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